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Jim Rogers: „USA steuern auf Katastrophe zu. Seien Sie vorbereitet!“

Das Gold der USA reicht bei weitem nicht aus, um den Dollar gegenüber Amerikas Schulden zu stützen…

Jim Rogers erstellte in meiner Online-Radiosendung New York Markets Live eine düstere Prognose für die Weltwirtschaft und insbesondere die der Vereinigten Staaten, schreibt Miguel Perez-Santalla von BullionVault.

„In 1918 war Großbritannien die reichste und mächtigste Nation der Welt“, erklärte Jim Rogers. „Aber innerhalb einer Generation geriet es in ein wirtschaftliches Chaos, und innerhalb von drei Generationen war es bankrott und der Internationale Währungsfonds musste ihm finanziell unter die Arme greifen. Die Lage war dermaßen schlecht, dass sich keine Staatsanleihen mehr verkaufen ließen.“

Laut Meinung von Jim Rogers sieht es momentan so aus, als könnten die Vereinigten Staaten ihre Macht und ihren Reichtum auf ähnliche Weise verlieren, wie es vor rund 100 Jahren dem Vereinigten Königreich passierte.

„Ich befürchte, dass […] es heutzutage keinerlei Einschränkungen für die US-Notenbank und den Kongress mehr gibt. Sie treffen weiterhin ihre Abmachungen, so dass sämtliche ernsthaften Haushaltskürzungen verschoben werden.“

„Egal wo, [Politiker] unterliegen keinerlei Einschränkung. Zentralbanken können soviel Geld drucken wie sie möchten. Und die Regierungen können soviel Geld ausgeben wie sie möchten. Von daher gibt es keinerlei Anzeichen, dass dies in nächster Zeit anders werden sollte, denn alle Korrekturen, die durch ein Tapering entstünden, wären wohl nur vorübergehend.“

Warum vorübergehend? Weil die Zentralbanken bei dem ersten Anzeichen von Schwierigkeiten in Panik geraten und wieder zum Gelddrucken zurückkehren werden.
Jim Rogers denkt, dass dies solange der Fall sein wird, bis „die Märkte irgendwann klar machen werden, dass sie keine Lust mehr auf diesen ganzen Unsinn haben und dies absurd sei.“

„Dies wird dann kein Zuckerschlecken. Und glauben Sie nicht, dass ich mich darauf freue. Das wird eine Katastrophe. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bürokraten zur Vernunft kommen. Von daher werden es die Märkte sein, und das bedeutet, dass uns schwierige Zeiten bevorstehen.“

„Es gibt bereits in zahlreichen Ländern soziale Unruhen. Und ich versichere Ihnen, dass diese noch zunehmen werden.“
Als ich Jim Rogers nach seiner Meinung zu dem starken Anstieg der Aktienmärkte in diesem Jahr fragte, meinte er, dass aufgrund der expansiven Geldpolitik und den Nullzinsen nun ein „künstliches Meer aus Liquidität bestünde und dieses in Aktien fließt“.

„Das mag für einige Marktakteure toll sein, aber die allgemeine Situation wird dadurch immer schlimmer. Und wir alle müssen mit den Folgen dieses massiven Gelddruckens leben.“

Auf die Frage, welche Folgen das lang erwartete Tapering der US-Notenbank auf die Wirtschaft haben könnte, antwortete Rogers:
„Diese Leute sind Akademiker und Bürokraten. Ich vermute, dass, wenn sie zur Vernunft kommen und anfangen, [ihre expansive Geldpolitik] zurückzufahren, dies zu Korrekturen führen wird und die Märkte allerorts fallen werden. Daraufhin werden sie in Panik geraten und schnell wieder Geld drucken.“

„In Amerika haben wir alle 4-6 Jahre Konjunkturverlangsamungen gesehen. In 2008 wurde es schlimmer und schlimmer, weil auch die Schulden immer höher wurden. Wenn man aus dem Fenster schaut, kann man mittlerweile den steigenden Schuldenberg vermutlich schon sehen. Er wächst wie eine Bohnenstange.“

„Egal, ob der [Wirtschaftsabschwung] in 2014 oder 2015 kommt, der nächste wird um einiges schlimmer werden, weil nämlich diesmal auch die Schulden viel größer sind!

„Seien Sie vorsichtig. Seien Sie besorgt. Seien Sie vorbereitet.“

Ich fragte Rogers, ob er denke, dass unter einem neuen Währungsregime Amerikas Goldreserven zur Stützung des Dollars beitragen könnten.   
„Ich weiß ja nicht einmal, ob diese überhaupt existieren. Es gibt zwar keinen Anhaltspunkt, davon auszugehen, dass sie es nicht tun, aber es gab auch schon seit Jahrzehnten keine richtige Prüfung von Amerikas Gold mehr – falls es eine solche überhaupt schon einmal gab.“

Berichten zufolge soll die US-Regierung Goldreserven in Höhe von 8133 Tonnen besitzen. Doch Rogers fährt fort, dass selbst wenn diese Menge noch zutreffe, „dies nicht annähernd dafür ausreichen würde, den Dollar zu stützen. Denn wir sind die größte Schuldnernation in der Geschichte – mit Billionen und Billionen von Dollar [an Schulden].“

Artikel übersetzt und bearbeitet von Steffen Grosshauser.

Miguel Perez-Santalla ist ehemaliger Vize-Präsident von BullionVault in den USA, der weltweit führenden Handelsplattform für physische Gold- und Silberbarren. Er hat 30 Jahren Erfahrungen im Edelmetall-Geschäft, ist regelmäßiger Referent bei Branchenveranstaltungen und war zuvor unter anderem für das internationale Edelmetallunternehmen Heraeus tätig.    

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Hinweis: Der Inhalt dieser Webseite ist dazu gedacht, den Leser zum Nachdenken über wirtschaftliche Themen und Ereignissen anzuregen. Aber nur Sie selbst können entscheiden, wie Sie Ihr Geld anlegen und tragen die alleinige Verantwortung hierfür. Informationen und Daten können zudem durch aktuelle Ereignisse bereits überholt sein und sollten durch eine zusätzliche Quelle bestätigt werden, bevor Sie investieren.

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