Bullenmarkt für Gold und Silber geht auch in 2011 weiter - 11 Januar 2011

Das letzte Jahrzehnt war von einem Anstieg des Goldpreises gekennzeichnet, angetrieben von der Angst vor Inflation und weltweit schwacher Währungspolitik, und so wird es auch in 2011 weiter gehen, sagt ein führender Wirtschaftsberater.

"Es könnte noch mehrere Jahre dauern bis die Zinssätze in den entwickelten Ländern (über der Inflationsrate) wieder zu den normalen Sätzen der früheren Dekaden zurückkehren, insbesondere in den USA", sagt die unabhängige Forschungsgruppe Bank Credit Analyst aus Kanada.

"In diesem Klima", sagt BCA, und beziehen sich dabei auf reale Zinsraten unter Null als einen Hauptfaktor für Goldinvestments der letzten Jahre, "wird Gold weiterhin eine exzellente Absicherung bleiben und besser performen als alle Hauptwährungen".

Der Preis für physisches Gold ist seit 2001 gegenüber dem US-Dollar um durchschnittlich 16% pro Jahr gestiegen und hat in 2010 gegenüber dem Euro 38% Gewinn gemacht.

Auch haben große Staatsdefizite "potenziell inflationären Charakter" sagt BCA und das Zentralbanken alles tun würden, um die Situation abzuschwächen.

Aktuelle Analysedaten eines führenden Goldmarkt-Experten zeigen, dass der Goldpreis erst $2000 pro Feinunze erreichen müsste, bevor man von einer Blase sprechen kann.

Michael Lewis, Leiter für Rohstofforschung bei der Deutschen Bank in London, glaubt, dass der Goldpreis auch in 2011 "stark performen" wird, denn Privatanleger sind nach wie vor besorgt über die inflationären und deflationären Risiken der Weltwirtschaft.

"Wir glauben, dass durch diese Risiken Gold weiterhin Investment-Kapital stark anziehen wird", schreibt Lewis in einem ausführlichen Bericht.

"Unserer Schätzung nach müsste der Goldpreis aber erst über $2000 steigen, bis man von einer Blase sprechen kann."

Auch Silber ist weiterhin stark gefragt und erwartet in 2011 einen Gewinn von 48%.

Der überraschende Preissprung von physischem Silber letztes Jahr wird London´s führende Marktexperten nicht noch einmal unvorbereitet treffen, heisst es in dem alljährlichen Vorhersagen-Wettbewerb des professionellen Marktes.

Sie hatten sich bei dem durchschnittlichen Preis um $1 pro Unze verschätzt und auch bei dem Jahreshöchstpreis um fast durchschnittlich 25% daneben gelegen. So schätzen die diesjährigen 24 Mitstreiter des Vorhersage-Wettbewerbs der London Bullion Market Association einen Preisanstieg von durchschnittlich 48% für 2011, mit einem Spotpreis von $29,88 für den physischen Handel.

Durchschnittliche Vorhersagen für den Höchstpreis in 2011 liegen bei $38,66 pro Feinunze, mit der Ausnahme eines Analysten, Jeffrey Rhodes von der INTL Commodities in Dubai, der den Silberpreis wieder bei seinem ehemaligen Rekordpreis von 1980 bei $50 pro Unze sieht.

Auf der anderen Seite liegen die Einschätzungen für den durchschnittlich niedrigsten Preis bei $22,93 pro Unze, was immer noch einen Anstieg um 51% im Gegensatz zum niedrigsten Silberpreis in 2011 bedeutet.

Der Gewinner der LBMA Silberpreis-Vohersage des vergangenen Jahres, Peter Fertig von QCR Quantitative Rohstofforschung in Hainburg, Deutschland, sagt für 2011 einen durchschnittlichen Silberpreis von $31,10 pro Unze voraus, mit einem Jahreshoch bei $35 und einem Jahrestief bei $27.

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Adrian E. Ash, 11 Jan '11

ist Head of Research / Leiter der Forschungsabteilung bei BullionVault, der weltweit führenden Handelsplattform für physische Gold- und Silberbarren. Zuvor war er Redaktionsleiter bei Fleet Street Publications, Londons Top-Verlagshaus für Finanzpublikationen und zwischen 2003-2008 City-Korrespondent für das Daily Reckoning. Er ist regelmäßiger Autor für 321gold, FinancialSense, GoldSeek, Prudent Bear, SafeHaven und Whiskey & Gunpowder neben vielen anderen führenden Investmentportalen, zu denen er als Goldmarkt-Experte beiträgt. Darüber hinaus ist Adrian Ashs Meinung auch bei renomierten Medien und Nachrichtendiensten wie der Financial Times, The Economist, Bloomberg oder auch dem Stern gefragt.