Geldmischende Kapitalisten - 12 Juli 2007
Gesehen? Schon wieder soll ein Hedge-Fonds als gelistetes Anteilskapital freigegeben werden...
GESEHEN? Und schon hat ein US Hedge-Fonds bei der US-Börsenaufsicht (die amerikanische Investitionsregulierungsbehörde) beantragt, öffentlich gelistet zu werden.
Wenn die Gesellschaft Gelder aufziehen und investieren muss, warum fragen sie nicht di 9,5 Millionen Millionäre auf der ganzen Welt? Oder haben die weltweit reichsten Personen angefangen, die Kontrolle aufzunehmen? Und wenn, was würde das bedeuten?
Als Allererstes – sie benutzen die Einnahmen. So der Financial Times: „Der Emissionsprospekt sagt, dass die Firma ein Darlehen für $750 Millionen benutzen würde, um seinen 18 Partnern nach der öffentlichen Listung eine Verteilung zu gewährleisten, und die Partner würden alle Einnahmen in den Gesellschaftsfonds wieder investieren“.
Hmmm... ein Darlehen das 38% des Geldes entspricht, das von der Börseneinführung eingesammelt wurde, wird also dazu benutzt, um $750 Millionen direkt den 18 Fondspartner in die Taschen zu schieben. Hat die Hedge-Fonds-Industrie einen Weg gefunden, um die $41 Millionen Löhne direkt der Öffentlichkeit zu verlagern? So scheint es. Und es scheint auch keine besondere Leistung zu benötigen.
Es fällt einem der Satz ein „Lauf, als ob du etwas gestohlen hättest“. Doch niemand wird gegen den eigenen Willen ausgeraubt. In den Nachrichten des CNBC wird in Betracht auf die öffentliche Listung der Hedge-Fonds berichtet, dass in einer konkurrenzfähigen Gesellschaft die Erzäugung von Anteilskapital, das als Besitzanteil weggegeben werden kann, die einzige Methode ist, hochwertiges Talent zu behalten.
Unberechenbare jährliche Gratifikationen in der Höhe von Millionen Dollar reichen ganz einfach nicht mehr aus, um die besten Köpfe bei einer Firma zu behalten. Besitz ist das, was zählt.
Die Öffentlichkeit muss also zurücktreten und die Emissionskonzepte der Hedge-Fonds zeichnen, damit die Grossen der Welt die genannte Welt in einem immer weiter expandierenden aber hoch volatilen Zustand behalten können. Dies ist eine Multimillionen-Affäre, und sie scheint sehr gut für diejenigen zu sein, die daran kommen. Aber probieren Sie das nicht von zu Hause aus. Und wenn Sie es nicht lassen können, brennen Sie nicht Ihre Hedge-Fonds durch, wie es immer mal wieder passiert. Das ist eine reine Zeit- und Geldverschwendung.
Was für eine Welt! Wenigstens waren in der ersten Ära des industriellen Kapitalismus die Bösewichte - die Räuberbaronen - Kapitäne der Industrie. Sie waren Unternehmer, die ihr Vermögen verdienten, in dem sie Geschäftsimperien bauten. Diese Imperien bestanden aus Gesellschaften, die überhaupt etwas herstellten, wie Stahl, Bahnlinien, elektrische Motoren und Autos.
Diese Menschen mögen vielleicht gnadenlos und geizig gewesen sein, aber sie hatten wenigstens würdige Ambitionen wie die Weltherrschaft.
Was würden Männer wie George Westinghouse, Henry Ford oder Andrew Carnegie über die heutige Welt sagen, die Ära der Geldmischenden Kapitalisten? Wahrscheinlich hätten sie die Menschenart wieder erkannt. Sie blühen während dem späten degenerierten Kapitalismus.
Es gab sehr zweifellos viele dieser Menschen auch am Ende der 1920er, am Ende des Kreditzyklus. Dies ist die Phase, in der das Wachstum der Geldversorgung und des billigen Kredits gröblich verzerrte Leistungszuzahlungen wirtschaftlicher und persönlicher Art erzeugen.
In dieser Phase gibt es nicht viele Menschen wie Lang Hancock, der eingestiegen ist, um eine Vision zu verwirklichen. Im Gegenteil gibt es heutzutage Menschen, die in ein Geschäft einsteigen, um Kapital zuzuteilen, um dadurch Geld durch Geldbewegungen zu verdienen.
Es gibt natürlich nichts Falsches daran. Jemand muss es machen. Und wenn schon, dann können sie es auch gut machen, anstatt es zu vermasseln und die weltweit verfügbaren Ersparnissen durch hochriskante Investitionen hinunterzuspülen.
Aber wenn die fähigsten Männer und Frauen Geld verwalten wollen, um herrlich und mühelos durch expandierende Kapitalmärkte reich zu werden – dann ist etwas faul mit dem Mensch, der Wirtschaft und dem Staat.
Heutzutage scheinen wir uns in dieser Lage zu befinden. Dinge könnten auf keinen Fall besser werden. Aber sie machen immer noch weiter, jeden Tag und jede Stunde. Aber wahrscheinlich nicht bis zu der letzten Stunde unserer Zeit.
Ehemaliger Editor von Strategic Investment mit Lord William Rees-Mogg, Dan Denning ist ein selbständiger Investment Analyst in Melbourne, wo er Editor der australischen Auflage von The Daily Reckoning ist. Er ist auch der Bestseller-Autor von The Bull Hunter (Wiley & Sons).










