Mr. Cameron fährt nach Deutschland - 18 November 2011
Der britische Premier hat eine monetäre Nachricht für Deutschland
David Cameron ist nach Deutschland gefahren, schreibt Paul Tustain von BullionVault, um den Deutschen auf nette Art zu erklären, dass man auch Geld drucken kann, ohne Weimar, Drittes Reich und Hyperinflation auszulösen. Sicherlich wird ihm Angela Merkel sagen, dass man da nicht sicher sein kann.
Beide haben Recht. Doch interessanterweise würde ihre jeweilige Politik viel besser passen, wenn es jeweils umgekehrt wäre.
Geld moderat und aus einer unangefochten finanziell starken Position heraus zu drucken, wie im Falle von Deutschland, ist der richtige Kurs für den Euro. Deutschland könnte jetzt getrost drucken, denn genau genommen hat es das in den letzten 60 Jahren nicht gemacht.
Umgekehrt haben die Briten ein übles Problem mit dem Gelddrucken, denn es ist jetzt mittlerweile ganz klar eine Gewohnheit geworden, hat aber bisher noch nicht zu einem Disaster geführt, sondern ist eine Lösung, die hin und wieder angewandt wird, um temporäre wirtschaftliche Probleme zu reparieren. Unter diesen Umständen ist es tatsächlich so gefährlich wie Frau Merkel es glaubt.
Es sieht danach aus, dass die gegensätzliche und falsche Politik in Grossbritannien und Deutschland weitergeführt wird. Schlussendlich ist es wahrscheinlich, dass Deutschland anfangen wird, Geld zu drucken und dann wird die Eurokrise abklingen. Wenn die Eurokrise sich entspannt - zumindest für die starken Mitgliedsländer - wird Mr. Cameron sagen können "Wir haben es euch ja gesagt". Doch er würde es nicht lange geniessen. Die Briten werden weiterhin Geld drucken und Frau Merkel wird dann bald die gleiche Botschaft für uns haben.
Möchten Sie in sicheres Gold und Silber investieren...?












