Wie enden diese Art von Krisen? - 27 Oktober 2011
Gegen Ende dieser Krise, werden sich sehr profitable und produktive Möglichkeiten ergeben...
Solche Krisen gab es schon zuvor, schreibt Paul Tustain, Gründer und CEO von BullionVault. Irgenwie kommen sie immer zu einem Ende. Wie kommt das?
Manchmal kommt jemand, der in der Lage ist, einen einbrechenden Schuldenberg zu stützen, so dass es noch für eine Weile weiterwachsen kann. Für eine kurze Zeit nennt man diese Personen brilliant, doch sie hinterlassen ein grösseres Problem als zu Anfang. Schliesslich bricht alles zusammen und die Kreditgeber zahlen - immer.
Ob sie durch Ausfall zahlen oder rapide Inflation, durch angeordneten Kauf von Staatsanleihen durch ihre Rentenfonds oder Beschlagnahmung des Bankguthabens, das Resultat ist immer das gleiche: Es sind immer die Kreditgeber, die zahlen.
Und das ist auch richtig so, denn sie haben das Geld verliehen und für das Risiko der Verleihung haben sie Zinsen erhalten. Es geht ja nicht, dass sie Zinsen nehmen, ohne Risiko zu haben - schauen sie sich doch nur den Unsinn von Kreditausfallversicherungen. Nein - wie einige Besitzer von Staatsanleihen jetzt merken, sind es immer die Kreditgeber, die zahlen.
Im Grossen und Ganzen halten die Kreditgeber im Westen ungefähr $100 Billionen überwiegend in Form von Währungen in ihren Beständen (Rentenpapiere und Einlagen), die hauptsächlich Banken gehören, die durch Steueranreize selbst zum Sparen angetrieben wurden. Diese Besitzer sind es, die zahlen werden. Das ist sowohl eine gute als auch eine schlechte Nachricht. Gut für unsere Kinder, die nicht mit diesen Schulden belastet werden und schlecht für uns, da wir Rente kriegen werden, die, voll ausgezahlt, uns gerade mal ein Sandwich pro Monat kaufen lässt.
Doch bis die Rechnung am Ende ins Haus flattert, werden noch viele ernsthafte Argumente und begabte Menschen aufkreuzen, die manchmal sogar den Hoffnungsschimmer verbreiten, dass die Kreditgeber am Ende irgendwie doch nicht zahlen müssen. Einige werden falsche Hoffnungen schüren, doch die Hoffnungen werden verblassen, bis schliesslich - wenn die Schulden fast wertlos geworden sind und selbst die Sparer das erkennen - einige glückliche Individuen verkündigen werden, dass das Gelddrucken und die Entwertung vorbei ist. Und plötzlich, wie durch Zauberhand, ist es dann auch so. Die Person, die diese Ankündigung macht, wird der 20. oder 50. Finanzminister sein, doch die Ankündigung wird haftenbleiben, denn jeder hat akzeptiert, dass der Wert der alten Schuld am Ende Null ist. Und erst dann wird Wachstum wieder starten.
Alle währungsdominierten Bestände werden bis dahin effektiv wertlos sein. Bis dahin wird Volatilität in einer allgemein Abwärtsrichtung die Norm sein, denn falsche Hoffnungen werden debatiert, implementiert und danach scheitern sie. Es wird sehr schwierig sein, das Ende des Prozesses zu erahnen, denn es wird nur dann eintreffen, wenn schliesslich fast alle annehmen, dass alle Geldinitiativen zum Scheitern verurteilt sind. Das ist eine notwendige Bedingung für die Rückkehr zu sinnvollem Geld.
So wurden diese Dinge jedenfalls in der Vergangenheit gelöst. Das ist alles nicht sehr ermutigend, nicht wahr? Sorry.
Ich merke, wie mein Intresse allmählich von dem Zusammenbruch, das in vollem Gange ist und das auf seine chaotische Weise noch einige Jahr anhalten und schliesslich die hochverschuldeten Wirtschaften der USA und Grossbritannien als auch Europas und Japans konsumieren wird, abdriftet. Ich wundere mich jetzt vielmehr, wie man das nahende Ende dieses Prozesses identifiziert, wenn sich sehr profitable und produktive Möglichkeiten ergeben werden. Denn dann werden wir Rückenwind haben mit echtem Geld und natürlicher wieder aufkommender Nachfrage (trotz niedriger Basis). In der Zwischenzeit werde ich durch alle Hochs und Tiefs auf meinem Gold sitzenbleiben und jedesmal, wenn ich versucht bin, zu verkaufen (was häufig vorkommt), werde ich mich daran erinnern, dass es die Kreditgeber sind, die am Ende zahlen müssen - immer. Und bis diese das gemacht haben, halte ich mich aus allem raus.
Übrigens, für den Fall, dass ich es noch nicht erwähnt haben sollte: DIE KREDITGEBER ZAHLEN IMMER.
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